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Junghunde-Spaziergang 2007 durch den Kronberger Opel-Zoo

Mehr Hunde als Tiere …

as. – „Mama, ich glaube, hier sind mehr Hunde als Tiere!“ Der Dreikäsehoch, der - leicht atemlos am Jackenzipfel seiner Mutter Schutz suchend - solches sagt, ist sichtlich etwas aus der Fassung geraten. Natürlich hat er nicht ganz Recht, denn es sind an diesem herrlichen ersten Oktober-Samstag im Opel-Zoo bei Frankfurt immer noch weit mehr Wildtiere als Hunde zu sehen. Dennoch: die Ridgeback-Meute, die sich am frühen Nachmittag vor dem Opel-Freigehege im Taunus versammelt hat, ist schon ziemlich beeindruckend! Neunundzwanzig Rhodesian Ridgebacks – einer weniger als angemeldet – sind mit Frauchen und Herrchen angereist, um am Junghunde-Spaziergang 2007 dabei zu sein. Kein Wunder, dass viele Zoobesucher stehen bleiben und für einmal den afrikanischen Hunden mehr Beachtung schenken als den Zebras, Giraffen und Nyalas: „Wollen Sie mit denen hier Elefanten jagen?“, „Haben die einen Reißversschluss auf dem Rücken?“  - solche und ähnliche Fragen werden geduldig beantwortet.

Von wegen Junghunde! Neben Geschwistergruppen aus verschiedenen Kenneln (allein acht Hunde stammen aus der Tumalanga-Linie,  drei aus dem Ndoki-Kennel und fünf von der Sippe der Makololos) sind durchaus auch ältere Ridgeback-Semester mit von der Partie: „Bantu“, zum Beispiel, ein sanfter, siebeneinhalbjähriger Rüde von  „Ridgeback in Not“ genießt es offensichtlich, dass der einzige, der hier nach ihm schlägt der brünftige Rothirsch ist, der die vielen Ridgebacks mit gezielten Huftritten gegen das Gatter vertreibt. Genau dies ist denn auch das Ziel unseres gemeinsamen Spaziergangs durch den Taunus-Zoo: Prägung der Ridgebacks auf Wildtiere, denen sie sonst in unserer Gesellschaft kaum mehr begegnen und die sie in unseren Wäldern nicht mehr hetzen dürfen, wie es einst Zuchtziel dieser Jagdhundrasse aus dem südlichen Afrika war. Gleichzeitig sollen unsere Hunde lernen, sich im Gewusel vieler Kinder und Erwachsener – tausende von Besuchern drängeln sich mit Kinderwagen und Dreirad auf den Wegen zwischen den Gehegen – gelassen und souverän zu bewegen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Sascha Knauf, Zooveterinär und diensthabender Zooleiter an diesem Wochenende, ist beeindruckt!

Dass sich E.L.S.A.-Zuchtleiterin Dr. med. vet. Cornelia Renczes eigens für diesen Junghundespaziergang den allerjüngsten Ridgeback angeschafft habe, um mit dem süßen RR-Mädchen im Mittelpunkt zu stehen, ist allerdings eine bösartige Lüge all jener, deren Hund nicht mehr ganz so klein und wonnig ist: Klein-Sanibel mit ihren genau zehn Wochen und ihren kurzen Tapsi-Beinchen schafft es gerade mal bis zu den Zwergziegen, ehe sie erschöpft aufgibt und den Rest des Weges selig im Rucksack verschläft – zum Entzücken der Zoobesucher, die an einem richtigen Löwenbaby (das es im Opel-Zoo leider nicht gibt) bestimmt nicht mehr Freude hätten haben können.

Es war auch dieses Jahr ein gelungener Junghundespaziergang, der bei einem gemeinsamen Abendessen in einem nahen Taunus-Lokal einen stimmigen Abschluss fand. Den Organisatoren unter  Junghunde-Obfrau Sigrid Römer gebührt herzlicher Dank von Zwei- und Vierbeinern!

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