Am Samstag, dem 04. Oktober, fand in Lintzel/Staatsforst Oerrel das dritte Dummy-Seminar mit Henny Marcussen statt. Insgesamt 8 Teilnehmer mit 6 Rhodesian Ridgebacks waren angetreten das in den bisher besuchten Seminaren gelernte zu verbessern oder aber erstmalig Einblicke in die professionelle Apportierarbeit zu gewinnen.
Wie gewohnt stimmte Henny sein Training individuell auf das jeweilige Gespann ab, erklärte warum der Hund in bestimmten Situationen typische Verhaltensweisen zeigt und wie man die einzelnen Übungen aufbaut. Die von den Seminarteilnehmern gestellten Fragen wurden von Henny fachgerecht beantwortet und anhand von praktischen Übungen erläutert.
Dabei machte Henny immer wieder deutlich, dass wir unsere Rasse nicht mit Spezialisten vergleichen können und das Training auf unsere Rhodesian Ridgebacks entsprechend abgestimmt sein muss. Gerade zu Beginn der Apportierarbeit ist es wichtig das Training spielerisch aufzubauen, um die Motivation unserer Hunde auf einem hohen Level zu halten und die Leistungsbereitschaft zu festigen. Besonders deutlich wurde dies bei der erst 6 Monate alten Lucy, die ohne jeglichen Zwang eine für dieses Alter beeindruckende Leistung zeigen konnte und daran sichtlich Spaß hatte. Sicherlich auch ein Verdienst der beiden Hundeführer, die ihre Hündin entsprechend vorbereitet hatten. Aber auch die "alten Hasen" waren zufrieden. Es war klar erkennbar, dass sich in dem Jahr vom ersten Seminar im Oktober letzten Jahres bis jetzt einiges getan hatte. Es war faszinierend den Hunden bei den Übungen zuzuschauen, auch wenn nicht immer alles 100%ig geklappt hat. Ein paar Regenschauer konnten der so gewonnenen guten Laune nichts anhaben.
Aber auch ein paar mahnende Worte gab uns Henny mit auf den Weg: Es gibt erkennbare Unterschiede in den Veranlagungen unserer Hunde, die auf Unterschiede in den Linien hindeuten. Wir müssen aufpassen die Intelligenz unserer Hunde zu erhalten. Da es in der RR-Welt noch keine über mehrere Generationen gefestigten Leistungslinien gibt, können wir nur hoffen, dass die Züchter verstehen, dass Ausstellungserfolge und eine Zuchtzulassung allein nicht ausreichend sein können für die Beurteilung eines Hundes hinsichtlich seines Wesens und damit auch seiner Fähigkeiten. Dummy-Training ist neben der Fährtenarbeit und dem jagdlichen Einsatz eine von vielen Möglichkeiten die Hunde nicht nur auszulasten, sondern auch Einblicke in ihre Fähigkeiten zu gewinnen. Und nicht zuletzt wird ein Hund der gelernt hat zu lernen, dies sein Leben lang tun.