Club E.L.S.A. vom 08. Juli – 10. Juli 2011
Am Freitag haben wir uns wieder einmal auf den Weg nach Linsengericht in das Hotel Hufeisenhof gemacht. Wir fahren beide sehr gerne dorthin, da die Seminare immer sehr spannend sind und wir viel Neues erfahren.
Wir trafen uns am Freitagnachmittag im Konferenzraum zum Theorieteil. Die Referentinnen Esther Follmann und Mirjam Aulbach hielten einen spannenden Vortrag über Bedürfnisse, was ist Motivation, was sind Belohnungen, was ist Spiel und welche Funktionen hat Spiel? Die Teilnehmer wurden aktiv eingebunden und die Antworten gemeinsam erarbeitet. Die wichtigste Erkenntnis dabei war, dass ein Hund nur dann spielen wird, wenn er sich sicher fühlt.
Nach dem doch anstrengenden Theorieteil für die Zweibeiner sind wir zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen und haben ein gemeinsames Abendessen eingenommen.
Ausgeschlafen und gut erholt sind wir dann am Samstagmorgen in die zweitätige Praxis eingestiegen. Wir haben uns ca. 1 km entfernt vom Hotel im Wald auf einer Lichtung getroffen und uns dort häuslich niedergelassen.
Den Praxisteil haben wir damit gestartet das jedes Mensch-Hunde-Team mit dem Lieblingsspielzeug seines Hundes ein Spiel mit ihm anfing. Trotz der Ablenkung durch Radfahrer, Jogger, Nordic Walker, Spaziergänger mit und ohne Hund ließen sich die Teams nicht aus der Ruhe bringen.

Esther und Mirjam haben uns sodann ein Spiel gezeigt, bei dem wir auf das Bedürfnis „Rennen“ bei unserem Hund eingehen.
Wir stehen seitlich neben unserem Hund, benennen das Spiel mit dem Begriff „Kegeln“ und werfen ein Leckerchen, wie wenn wir kegeln von unten aus der Hand. Der Hund rennt hinter dem Leckerchen her und frisst es, sobald er es auf dem Boden gefunden hat. Wir warten ab, dass unser Hund zu uns zurückkommt und wenn er auf unserer Höhe ist, sagen wir Kegeln, drehen uns um 180 Grad und werfen erneut ein Leckerchen.
Damit die Aufmerksamkeit der Teilnehmer die gerade nicht an der Reihe sind nicht nachlässt, haben sich Esther und Mirjam was tolles einfallen lassen. Die Teilnehmer durften abwechselnd die Teams fotografieren, die Anzahl der Clicks/Marker zählen, die Menschen Makern sowie die Anzahl der Belohnungsvarianten notieren.
Nach einer Mittagspause die sich Hunde und Menschen verdient hatten, ging es am Nachmittag mit dem Mäuschenspiel weiter. Jeder Teilnehmer hatte von Esther und Mirjam am Abend zuvor eine Stoffmaus als Geschenk erhalten, die jetzt zum Einsatz kam. Die Menschen halten die Maus hinter dem Rücken, kündigen das Mäuschenspiel an, nehmen die Hand nach vorne, der Hund lauert während wir die Maus in Augenhöhe des Hundes bewegen und dann werfen wir sie weg und der Hund darf sich auf die Maus „stürzen“.
Der Nachmittag ist mit einem individuellen Zerrspiel ausgeklungen.

Die Praxis am Sonntag begann mit einer Herausforderung. Angesagt war ein sogenanntes „Nacktspiel“. Das bedeutet ein Spiel mit seinem Hund ohne Spielzeug. Gefragt war Einfallsreichtum des Menschen um seinen Hund zum spielen einzuladen. Die Teilnehmer ließen sich sehr viel einfallen um ihre Hunde zum Spiel zu motivieren (rennen, durch rufe animieren zum Menschen zu kommen, mit den Händen auf dem Boden etwas interessant machen).
Eine weitere Herausforderung bestand darin, mit einem für den Hund neuen Gegenstand zu spielen. Viele haben sich dabei für einen kleinen blauen Ball bzw. „Schnuller“ entschieden der aus Silikon ist und springt, wenn er auf dem Boden aufkommt. Für die Menschen war es interessant zu beobachten ob unsere Ridgebacks die lieber etwas „Plüschiges“ ins Maul nehmen, sich auch mit so einem Gegenstand anfreunden können. Hier war die Reaktion so individuell wie unsere Hunde.

Weiterhin haben wir ausprobiert ob sich unsere Hunde auf ein Spiel mit Mirjam mit einem bekannten oder neuen Gegentand einlassen würden.
Zum Abschluss der zwei Praxistage haben wir noch die Reizangel ausprobiert. Leider hat es dann angefangen zu regnen und wir haben eingepackt und uns zur Schlussbesprechung bei einem Kaffee ins Hotel Linsengericht zurückgezogen.
Vielen Dank für die tolle Organisation an Birgit Ammersbach und die vielen Ideen und Tipps sowie die Unterstützung bei der Umsetzung an Esther Follmann und Mirjam Aulbach. Es war wieder ein sehr gelungenes Trainingwochenende!
Kerstin Zimpelmann & Winston